Donnerstag, 25. August 2011

Don't be afraid of the Dark (Troy Nixey, USA/Australia/Mexiko, 2010)


Ein kleines Mädchen wird zu ihrem Vater geschickt, um dort in seinem neuen Haus mit ihm und der neuen Freundin zusammen zu leben. Das alte, herrschaftliche Anwesen aber hat eine dunkle Geschichte und das Mädchen Sally ist sensibel genug, diese zu erspüren. Da sie sich überall fremd fühlt und von den Eltern ungeliebt, versucht sie sich mit den neuen Kameraden im Keller anzufreunden - die Erwachsenen denken freilich, sie würde dies erträumen - und merkt zu spät, dass die Biester von Grund auf böse sind und auch vor Gewalt keineswegs zurückschrecken.

Der Film glänzt vor allem durch seinen Schauplatz. Im besten viktorianischen Stil mit Haupt- und Nebentrakten, dunklen Fluren, Treppenaufgängen, hohen Wänden und einer Bibliothek, mit einer Gartenanlage samt Labyrinth und heimlichen Türen zu versteckten Räumen, weiß das Setting, gleichwohl wohlbekannt, zu überzeugen. Weniger überzeugend ist zunächst der Plot, der sich an althergebrachten Standards abarbeitet, um dann glücklicherweise in der zweiten Filmhälfte ins Humorvolle, ja!, umzuschlagen. Die kleinen Bösewichter werden als fiese Flüsterer eingeführt, kleine Kletterer, die sich überall heranpirschen um an ihr Ziel zu gelangen. Nixey gewährt uns sogar mehrfach eine subjektive Kamera, in der der Zuschauer zum Komplizen der Bösewichter wird.

Am Ende bekommt man genau das, was man von einem Haunted-House-Thriller unter der Produktionsägide Guillermo del Toros erwartet. Ein bißchen von all dem nämlich, was der Mann bislang gemacht hat. Das Drehbuch etwa stammt auch von ihm. Ob man das zum xten Male sehen muss, darf jeder selbst entscheiden. Viel mehr als gehobener Standard aber ist DON'T BE AFRAID OF THE DARK sicherlich nicht.