Samstag, 7. April 2012

Les oeufs de Pâques / The Easter Eggs (Segundo de Chomón, Frankreich 1907)

Mit diesem wunderbaren Illusionswerk des Stummfilmregisseurs und Trickfilmexperten Segundo Víctor Aurelio Chomón y Ruiz, einem Zeitgenossen von Georges Méliès, wünsche ich allen meinen Lesern Frohe Ostern! Einen ersten Überblick über sein Werk kann man sich bei wikipedia verschaffen.

Kommentare:

  1. Ich mag die niedlichen Pathécolor-Filme von de Chomon, Gaston Velle, Ferdinand Zecca und anderen, mit ihrer naiv-unbefangen eingestzten Tricktechnik und der teilweise vom Jugendstil beeinflussten Ästhetik. Und die mit Hilfe von Stempeln und Schablonen aufgebrachten Farben waren viel schöner als bei fast allen "echten" frühen Farbverfahren. Bei YouTube findet man viele weitere Beispiele, z.B., passend zum Termin, Zeccas (zusammen mit L. Nonguet gedrehten) nur teilweise colorierten Jesus-Film von 1903. Mit einer knappen Dreiviertelstunde für damals ein wahrer Monumentalfilm.

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  2. Ich wünsche dir auch Frohe Ostern, alter Kämpe. :) Hätte ich jetzt einen virtuellen Osterhasen, ich würde ihn dir zukommen lassen - oder selber verschlingen. ;)

    Schöner Film! Deine Entdeckungen überraschen mich immer wieder.

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  3. Danke für den Jesus-Film; habe eben mal reingeschaut, der ist toll gemacht und sehr schön coloriert. Aber von Stempeltechniken habe ich noch nichts gehört, Manfred. Das ist dann mit Sicherheit eine Nachkolorierung?

    Whoknows, beiß ihm den Kopf ab! Schick mir die Pfote!

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  4. Ja, Pathécolor war eine Weiterentwicklung der Handcolorierung, wie sie schon Edison und Méliès für ihre frühen Filme verwendet hatten. Bei der reinen Handcolorierung konnten ja nur sehr wenige Kopien coloriert werden, und die Umrisse waren ungenau, so dass jeder Filmstreifen eigentlich ein Einzelexemplar war. Mit den Schablonen, die mit Hilfe von Pantographen hergestellt werden konnten, waren größere Serien möglich, und die Umrisse wurden genauer eingehalten. Segundo de Chomon war einer der Erfinder, wie auch im Wikipedia-Artikel steht.

    Mehr über Pathécolor kurz bei Wikipedia, ausführlicher z.B. hier und hier.

    Als echte Farbverfahren wie Zweifarben-Technicolor aufkamen, verlor Pathécolor an Bedeutung, wurde aber gelegentlich immer noch verwendet, z.B. bei LA REVUE DES REVUES (DIE KÖNIGIN DER REVUE, 1927) mit Josephine Baker, der mal bei arte lief. Und hier noch die Bekehrung eines Insektensammlers von Gaston Velle ...

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    1. Danke für die Ausführungen und die Links. Der Velle-Film ist ja pures Cine-Gold. Wunderschöner Film und toll gemacht. Vielen Dank!

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