Sonntag, 17. Juli 2011

Buried – Lebend begraben (Rodrigo Cortés, Spanien 2010)


Ryan Reynolds spielt einen Lastwagenfahrer, der im Irak Hilfsgüter ausfährt. Bei einem Einsatz werden sie überfallen, alle anderen getötet, und er selbst in einem Holzsarg lebendig begraben. Als er aus der Ohnmacht erwacht, muss er nicht nur mit der katastrophalen Situation zurechtkommen, sondern bald klingelt ein Handy, welches sich an seinen Füßen auffindet: am anderen Ende ein mit arabischem Akzent sprechender Mann, der ihn um eine Million Dollar erpresst.


BURIED ist ein hochspannendes Kammerspiel. Zunächst unvorstellbar, so überzeugend gelingt es dem Regisseur und seinem Team, den ganzen Film komplett innerhalb des Sarges spielen zu lassen. Die Kamera ist (bis auf einige wenige visionäre Szenen) stets sehr dicht am Darsteller dran, sodaß man als Zuschauer das Gefühl bekommt, neben diesem Mann im selben Sarg zu liegen. Sehr eindrucksvoll ist die Eröffnungsszene, die minutenlang völlig schwarz bleibt und man nur das Keuchen des erwachenden und geknebelten Mannes hört - bis er das Feuerzug findet. Dass der Plot dann einige Volten schlägt, alle ausgelöst durch das Hereinholen von Fremdorten durch das Mobiltelephon, oder der Darsteller möglicherweise gar nicht so wahnsinnig sympathisch ist, verblasst angesichts der klugen Konstruktion des Filmes. Auch die Musik hält sich stark zurück und wallt glücklicherweise nur selten auf. BURIED ist ein meiner Ansicht nach sehenswerter Genre-Beitrag.