Mittwoch, 31. August 2011

A Lonely Place to Die (Julian Gilbey, Großbritannien 2011)


Fünf Bergsteiger mieten sich in den schottischen Highlands in einer Unterkunft ein, um eine Woche lang verschiedene Touren zu begehen. Als das Wetter schlecht wird, einigt man sich auf eine Wanderung die durch die Wälder führt, wo man überraschenderweise ein Mädchen in einem Verließ im Boden findet. Dieses wird natürlich gerettet - nur hatte man nicht bedacht, dass die Überltäter nicht weit sein können, und so werden sie selbst zu Gejagten. Als der erste der Gruppe beim Abseilen abstürzt und man das zerschnittene Seil findet, ist klar, was auf dem Spiel steht.

Viele Kletterpartien bekommt man bei diesem Independenturlaub hier nicht geboten, dafür tatsächlich tolle Landschaftsaufnahmen. Die Anlage des Plots erinnert natürlich etwas an BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE, eine Assoziation, die man aber nicht zu ernst nehmen sollte. A LONELY PLACE TO DIE beschränkt sich vor allem rein auf die Menschenjagd, bevor er im letzten Drittel dann etwas aufbricht und auch thematisch komplexer wird. Die Actionszenen sind hauptsächlich in den Verfolgungen spannend, aber auch hier krankt es wieder, sobald es in die Wand geht. Ein Bum-shot vom Abseilen ist einfach per se langweilig. Wenn am Ende, und auch das tut dem Film nicht unbedingt gut, dann noch das Entführungsszenario vor Backwoodhintergrund mit der russischen Mafia enggeführt wird, hat man schließlich den Genremix satt - aber da ist der Film glücklicherweise auch schon vorbei. So kann man immerhin noch sagen, er sei leidlich mittelmäßig. Empfehlenswert für Schottlandreisende mit starken Nerven.