Mittwoch, 23. Mai 2012

Dark Shadows (Tim Burton, USA 2012)


Bereits letzte Woche gesehen und mittlerweile fast vollständig verblasst ist mir DARK SHADOWS, Tim Burtons aktueller Kinofilm, der auf einer US-Serie aus den 50ern basiert, welche wiederum auf dem klassischen Vampirfilm, den Filmen der Hammer-Studios, und freilich dem britischen Viktorianismus basiert (es soll eine DVD-Box mit der kompletten Serie in Sarg-Format herauskommen). Ich bin, wie einige wissen, keine Freund von Tim Burton. Ich lese gerne in seine kleinen Büchlein mit den komischen Zeichnungen hinein und mir mundete CORPSE BRIDE durchaus - auch wenn mir daran vor allem die viktorianischen Elemente gefallen, und klar, irgendwie auch die Machart. An DARK SHADOWS überzeugen mich hauptsächlich die Schauspieler. Egal ob Johnny Depp, Michelle Pfeiffer, Eva Green oder das rothaarige Biest namens Helena: sie sind alle ein Augenschmaus. Jedoch, damit hat es sich bereits. Das aufdringliche Production Design, die Krawumms-Musik, die stets zur Hand ist, die allzu souverän am Gängelband des Regisseurs geführte Story dieses Geschichtenonkels Burton nervt zutiefst. Bzw., um nicht ungerecht zu werden: verhindert eine emotionale Anbindung an den Film. DARK SHADOWS ist ein Ritt durch einen Park der Sensationen, den man so zwar noch nie, aber immer schon sehr ähnlich so dermaßen oft gesehen hat, dass es tatsächlich der Überrumpelung braucht, um dabeizubleiben. Es ist einfach alles an diesem Film allzu bekannt, aufgewärmt, nochmals erzählt, um irgendwie bleibende Spuren im Gedächtnis zu hinterlassen. Wohl klar: langweilig ist das nie, eindrücklich aber überhaupt nicht. DARK SHADOWS kommt mir hier und heute, nach einer (1) Sichtung vor allem völlig belanglos vor. Und damit auch: überflüssig.