Sonntag, 9. Juni 2013

The Lords of Salem (Rob Zombie, USA/UK/Kanada, 2013)


Ganz im Gegensatz zu ONLY GOD FORGIVES (Nicolas Winding Refn, 2013), der ein Film ist wie ein Rausch, der seinen narrativen Bogen nur im großen Ganzen beibehält um im Detail die Strukturen und die Kontinuitäten aufzulösen, dessen narrative Impulse aus den Bildern selbst stammen um den Film vorwärts zu schieben, so erzählt Rob Zombie seinen exzessiven Alptraum konsequent entlang des Zeitstrahls. Aber auch hier entfernt sich der Realismus immer weiter in eine subjektive Erfahrungswelt hinein, löst sich auf in Träumen, die in kollektiven Wahnvorstellungen aufgehen, von denen man als Zuschauer irgendwann nicht mehr sagen kann, ob sie sich nicht bereits als neue Realitätsebene etabliert haben. Drei Aspekte dominieren THE LORDS OF SALEM: einmal die Präsenz der Hauptdarstellerin Sheri Moon Zombie mit ihren Tattoos und den Dreadlocks, die als Radiomoderatorin und ehemalige Drogenabhängige ihr Dasein in Szene-Nischen verbringt; dann der hammerhart fiese...


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