Montag, 3. August 2015

Mission: Impossible - Rogue Nation (Christopher McQuarrie, 2015)

Während der Trend bei den letzten James Bond-Filmen wieder deutlich Richtung Ernsthaftigkeit ging, erfreulicherweise, geht er hier Richtung Augenzwinkern. Und mit so einem Mann in der Spezialeinheit wie Simon Pegg, der den trockenen englischen Humor mit etwas Hysterie ins Spiel bringt, macht das auch richtig Spaß. Aber auch  mit Tom Cruise, der in Würde zu alten scheint, der mit Stil eben dieses Augenzwinkern versteht, kann man sich wunderbar solidarisieren. Trockener Humor ganz ohne markige Oneliner sind sein Markenzeichen, und ein sympathisches, nonchalantes Achselzucken gegenüber den Limitierungen des Alters.

Klar, die Blondine ist immer noch der love interest, der Sniper ist ein kantiger Typ Marke Dolph Lundgren anno 1985 und der Bösewicht ein fieser Typ wie ein gefährlicher Zahnarzt mit Mundgeruch. Opfer: immer hohe Politiker und die Welt kurz vor dem Untergehen. Ist aber auch nicht so wichtig, dieses Immergleiche - in den Strudeln des Genrefilms, eigentlich ist er ja nichts anderes, nur eben mit sehr viel Geld gedreht, sind die Koordinaten im Vorhinein bekannt. Man rennt also durch die beachtlichen Setpieces, wird weggeblasen von der ziemlich bodenständig und glaubhaften Kinetik der Aktionsszenen und verfolgt den Plot nur noch mit einem Aug' & Ohr. Das muss genügen, so hat man sich darauf geeinigt. Es funktioniert alles bestens, wenn man sich auf die Macht der Bilder einigt.

Wunderbar gleich der Anfang des Films in seiner grotesken Schönheit, Panik, Hysterie. Und Albernheit. Ja, soviel Zeit muss sein. Albern zu sein. Auch wenn man interkontinental Dringendes zu erledigen hat.

***